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Argent

Argent

Biografie

Argent , 1969 in London formiert, war eine Fortsetzung der Zombies (siehe Bio) mit anderen Spielern. Rod Argent (org, p, voc), am 14. Juni 1945 in St. Albans bei London geboren, repräsentierte mit Russ Ballard (g, voc, p), geb. am 31. Oktober 1947 in Waltham Cross, England, Jim Rodford (bg), geb. am 7. Juli 1941 in St. Albans, und Robert Henrit (dr), geb. am 2. Mai 1944 in Broxbourne, England, in dem nach ihm benannten Quartett "imperiale Rock-Musik" ("Melody Maker") majestätisch aufgetürmter Sound-Figuren. Instrumentales Zentrum der perfekt dargebotenen Soft-Sounds waren die Orgel- und Pianobeiträge Rod Argents mit ihren raffinierten Akkordbauten, die meist so knapp und präzis gesetzt waren, dass seine Begleitung auf exzessiven Gegendruck verzichten konnte. Obgleich der musikalische Standard der alten Zombies-Aufnahmen weitgehend gewahrt blieb, fehlte den Neuproduktionen vielfach das "theatralische Drama" ("Rolling Stone") des ehemaligen Leadsängers Colin Blunstone. Dennoch sei es Argent gelungen, meinte der "Melody Maker", "die Essenz des Rock so zu treffen, dass die Band manchmal wie die frühen Beatles klingt".

Daran hatte Ballard 1974 kein Interesse mehr. Er wurde ersetzt durch die Gitarristen John Grimaldi und John Verity. Während Ballard als Songschreiber ( Liar, You Can Do Magic, Winning), Solo-Interpret und Producer (America, Roger Daltrey, Leo Sayer) beständigen Erfolg hatte, fiel die Gruppe Argent nach den uninspirierten Alben Circus und Counterpoints (beide 1975) endgültig auseinander. Jim Rodford, John Verity und Bob Henrit gründeten die Band Phoenix, einem Kritiker zufolge ein "Art Rock-Albtraum", die aber nur kurz existierte. Später verdingten sich Rodford und Henrit bei den Kinks, während Verity sich fortan als Toningenieur und Producer betätigte – unter anderem für Brian Connolly von Sweet und die Heavy Metal-Band Saxon. Vorübergehend waren Verity, Henrit, Connolly und Russ Ballard gemeinsam unter dem Bandnamen Vel Verity tätig.

Rod Argent blieb ebenfalls dem Musikgeschäft verbunden, eröffnete zunächst einen Keyboard-Laden und arbeitete als Produzent und Studiomusiker (Chris Rea, The Who). In der zeitweiligen Zusammenarbeit mit der Saxophonistin Barbara Thompson entdeckte er seine Jazz-Wurzeln wieder. Ende der achtziger Jahre produzierte er zusammen mit Peter Van Hooke Tanita Tikarams erfolgreiches Debütalbum Ancient Heart.

Mehr als ein weiteres Jahrzehnt später, im Februar 2001, gab es für die Gruppe dann noch eine Art Happy End. Von Argent einberufen, musizierte das Original-Quartett eine Stunde bei einem Benefizkonzert zugunsten bedürftiger Filipino-Kinder. US-Hardcore-Fans schwebten dafür sogar aus Philadelphia ein. Argent: "Wir spielten mit so viel Feuer wie ganz am Anfang." Das Konzert wurde mitgeschnitten. Es war ein Anfang: 2002 tat sich Rod Argent mit seinem alten Freund Colin Blunstone (Ex-Zombies) zum Album Out Of The Shadows zusammen. Begleitet von Mark Johns (g), Jim Rodford (bg) und seinem Sohn Steve (dr) sowie als Gästen Dave Bronze, Peter Van Hooke, Clem Clempson musizierten sie "mit junger Klarheit, als schrieben wir 1965" (Uli Twelker in "Good Times").

(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,

Historische Diskografie

LPs:
Argent (1970)
Ring Of Hands (1971)
All Together Now (1972)
In Deep (1973)
Nexus (1974)
Encore (1974)
Circus (1975)
Counterpoints (1975)
BBC Radio 1 In Concert (1995)
The Complete BBC Sessions (1995)

Zusammenstellungen (Auswahl):
The Best Of Argent – An Anthology (1976)
Music From The Spheres (1991)
LPs Rod Argent:
Ghosts (1972 mit Barbara Thompson)
Moving Home (1978)
Shadowshow (1985)
Red House (1988)
Out Of the Shadows (2002 mit Colin Blunstone u. a.)
LPs Russ Ballard:
Russ Ballard (1974)
Winning (1976)
At The Third Stroke (1978)
Barnet Dogs (1979)
Into The Fire (1980)
Russ Ballard (1984)
The Fire Still Burns (1985)
The Seer (1994)
LPs Jim Rodford, John Verity und Robert Henrit:
Phoenix (1976)
In Full View (1980)
LP Jim Rodford und Robert Henrit als Limey:
Silver Eagle (1977)

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